Probleme beim Zugewinnausgleich

Probleme beim Zugewinnausgleich nach einer Scheidung

familienrechtIn einigen Regionen Deutschlands wird mittlerweile jede zweite Ehe geschieden. Das Gesetz schreibt es vor, dass eine Scheidung vor einem Gericht ausgesprochen werden muss. Dafür ist eine anwaltliche Vertretung notwendig. Wenn sich das scheidungswillige Ehepaar in wichtigen Punkten einig ist, kann die Scheidung von einem gemeinsamen Anwalt begleitet und betreut werden. Dies ist auch notwendig, denn bei einer Scheidung müssen viele juristische Fragen geklärt werden. Dazu gehört auch der Zugewinnausgleich.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich der Ausgleich des Zuwachses beim Vermögen während der Ehe. Ziel des Zugewinnausgleichs ist es, den Ehepartner, der während der Ehe weniger verdient hat und deshalb kein Vermögen aufbauen konnte, einen Ausgleich zu verschaffen. Davon profitieren vor allem Mütter, die nach der Geburt eines Kindes für längere Zeit mit der Berufstätigkeit ausgesetzt und kein Einkommen erzielt haben. In diesen Jahren leben Mütter vom Einkommen ihres Mannes und haben nicht die Möglichkeit, Geld zu sparen oder für die Rente anzulegen. Aber auch eine Teilzeittätigkeit oder ein Minijob, den Frauen häufig ausüben, um sich um die Kinder zu kümmern, führen gegenüber dem berufstätigen Ehemann zu Einbußen. Der Zugewinnausgleich sorgt dafür, dass die Frau abgefunden wird. In Ehen, in denen die Frau mehr verdient hat als der Mann, kann dieser einen Anspruch auf Zugewinn geltend machen.

 

Zugewinn wird vom Anwalt berechnet

Der Zugewinnausgleich wird auf einer einheitlichen Grundlage berechnet und im Rahmen der Scheidungsverhandlung vom Gericht festgelegt. Bei Ehepaaren, die sich nicht einig sind, führt die Berechnung häufig zu Differenzen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, wenn sich jeder der scheidungswilligen Ehepartner einen Anwalt nimmt, der sich im Scheidungsrecht * gut auskennt. Für einen gemeinsamen Anwalt ist es schwierig und berufsrechtlich nicht ohne weiteres zulässig, die Klienten in Bezug auf den Zugewinn einzeln zu betreuen.

Grundsätzlich geht das Scheidungsrecht davon aus, dass beide Ehepartner zur Erwirtschaftung des gemeinsamen Vermögens beitragen. Den größeren Beitrag leistet der Partner, der während der Ehe mehr verdient. In der Regel muss dieser Partner dem anderen dann auch den höheren Betrag als Zugewinn auszahlen. Besonders hoch kann die Summe ausfallen, wenn ein gut verdienender Ehemann mit einer Frau zusammengelebt hat, die während der gesamten Ehe den Haushalt geführt, die Kinder betreut und gar kein Einkommen erwirtschaftete. In diesem Fall konnte die Frau nichts zur Vermögenssteigerung beitragen. Sie würde von ihrem Ehemann die Hälfte des von ihm allein erwirtschafteten Einkommens als Zugewinn ausgezahlt bekommen. Hat die Frau hingegen zeitweise gearbeitet, wird ihr Vermögen gegengerechnet und vom Zugewinn abgezogen.

 

Einzelheiten zur Berechnungsgrundlage des Zugewinns

Der Zugewinnausgleich basiert auf einer Berechnungsgrundlage, die gesetzlich festgelegt ist. In einem ersten Schritt wird das Vermögen ermittelt, das jeder der Eheleute für sich vor der Ehe besaß. Es gilt als das Vermögen, welches in die Ehe eingebracht wird. Eine exakte Ermittlung dieses Vermögens ist sehr wichtig, denn es fließt nicht in den Zugewinn ein und wird entsprechend herausgerechnet. Gleiches gilt für eine Erbschaft, die einem Ehepartner allein während der Ehe zusteht. Dies kann beispielsweise ein Vermögen oder eine Immobilie sein, die er nach dem Tod seiner Eltern erbt. Dieses Vermögen steht ihm allein zu, auch wenn die Eltern oder ein Elternteil während der Ehe verstorben sind. Zinsen, die auf das vor der Ehe oder durch eine Erbschaft erworbene Vermögen anfallen, werden jedoch auf den Zugewinn angerechnet, denn die Zinsen gelten als in der Ehe erworbener Zugewinn.
Der Zuwachs an Vermögen wird von jedem Ehepartner getrennt ermittelt. Am Ende steht eine Summe, die miteinander verglichen wird. Ein Beispiel: Der Ehemann hat 100.000 EUR an Vermögen erwirtschaftet, die Ehefrau nur 10.000 EUR. Die Differenz beträgt 90.000 EUR. In diesem Fall würde die Frau 45.000 EUR vom Ehemann bekommen, da dies der Hälfte des Zugewinns, den der Mann während der Ehe erwirtschaftet hat.

 

3 Dinge, die Sie über Familienrecht in 2017 wissen sollten

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familienrecht

Viele neue Änderungen im Familienrecht für 2017, aber auch Verbesserungen. Familien sollten sich Ende des Jahres mit dem neuen Familienrecht für 2017, vertraut machen. Das Familienrecht umfasst ein großes Spektrum aller Themen, angefangen von Eheschließungen über Eheverträge und Trennungen oder Scheidungen, inklusive Beratung und Begleitung der Familie, Besuchsrecht und Umgangsrecht der Kinder oder andere Streitigkeiten, wo es um Kinder und Vermögen geht. Weitere Bereiche, mit denen sich ein Familienanwalt befasst, sind das Besuchsrecht, Unterhalt oder sonstige Vaterschaftsangelegenheiten, nichteheliche Lebensgemeinschaften, Vereinbarungen infolge einer Scheidung, Gewaltschutz, Hausrat oder Streitigkeiten um die Wohnung, Versorgungsausgleich, gemeinsame Schulden und Patientenverfügungen, sofern vorhanden.

 

Neuigkeiten für 2017

Besonders neu ab 2017 ist auch das Sachverständigenrecht. Ebenso gibt es eine aktualisierte Düsseldorfer Tabelle. Auch eine Erhöhung des Kindergeldes ist beschlossen, diese muss allerdings noch formell festgelegt werden, bevor genauere Zahlen bekannt werden.

 

Spezielle Änderungen in der Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle umfasst nach wie vor die Kosten für den allgemeinen Lebensbedarf, die Kosten der Krankenvorsorge, sowie die Kosten einer angemessenen Ausbildung. 2017 steigen die Sätze für diese Kosten, den Mindestunterhalt. Ab 2017 beträgt der Mindestunterhalt in der 1. Altersstufe 342 Euro, in der zweiten Altersstufe 393 Euro und in der dritten Altersstufe 460 Euro. Neu ist ebenfalls, dass der Mindestunterhalt nicht mehr an die Kinderfreibeträge gekoppelt ist.

 

Besserungen im neuen Sachverständigenrecht

Die Gesetzesänderungen im Sachverständigenrecht waren lange notwendig. Viele Familienanwälte, darunter auch Rechtsanwältin Nicola, Fleischmann Fachanwältin für Familienrecht in München, forderten bereits seit langer Zeit, zugunsten ihrer Mandanten, die Neutralität und Qualität der Gutachten zu verbessern. So soll jetzt zum Beispiel die Förderung der Qualität der Gutachten im Kindschaftsrecht verbessert werden, sowie sind Parteien vor Ernennung eines Sachverständigen zuvor anzuhören, was einen besseren Anknüpfungspunkt für einen Anwalt bietet. Außerdem soll die Neutralität des Sachverständigens besser und genauer geklärt werden. Auch die Fristen für Sachverständige sollen verbindlicher sein. Die Verfahren sollen so beschleunigt werden.

 

Familienrecht

Für Laien sind Gesetzestexte oft unverständlich und der Passagendschungel schwer zu durchblicken. Zögern Sie deshalb nicht, bei Fragen und Unverständnis, einen Fachanwalt zu Rate zu ziehen. Das Geld ist in jedem Fall gut angelegt, denn Fachanwälte stehen mit vertrauensvollem Beistand mit Rat und Tat zur Seite. Familienanwälte sind darauf spezialisiert, Menschen einfühlsam zu begleiten, ob bei Scheidungen oder anderen Familienstreitigkeiten. Familienanwälte suchen behutsam und gefühlvoll nach einer Alternative für eine eventuelle außergerichtliche Einigung. Und bei einer Scheidung stehen Familienanwälte nicht nur den Eltern mit viel Wissen, sondern auch den Kindern als Verfahrensbeistand zur Seite. Für gewöhnlich wird in einem ersten Gespräch die Situation genau erfasst und eine friedliche und geregelte Scheidung vermittelt.

 

Ehe- und Partnerschaftsverträge

Familienanwälte sind natürlich nicht nur als Scheidungsanwälte gefragt, denn auch bei der Gestaltung von Partnerschafts- und Eheverträgen wird oft kompetente Beratung benötigt. Nicht nur dann, wenn es um große Erbschaften oder Vermögen geht, auch eine Ehe- oder Partnervertrag verhindert einen eventuellen Scheidungskampf. Weil Ehe- und Partnerverträge aus heutiger Sicht immer vernünftiger erscheinen, auch wenn sie nicht so romantisch sein mögen, entscheiden sich auch immer mehr Leute ohne größeres Vermögen für einen Ehe- oder Partnervertrag. Aber auch immer mehr Väter interessieren sich für einen Ehe- oder Partnervertrag, da darin auch der spätere Unterhalt, sowie das Sorgerecht selbst, geregelt werden kann.

 

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Was ist der räumlich-gegenständliche Bereich der Ehe?

Nach der ständigen Rechtsprechung und der herrschenden Ansicht in der Literatur ist die Ehe nicht als sonstiges Recht unter § 823 I BGB zu fassen. Die Ehe soll staatsfrei sein und die ehlichen Beziehungen sollen nicht justiziabel durchsetzbar sein. Damit scheiden Schadensersatz- und Unterlassungsansprüche wegen Verletzung der Ehe aus.

Eine Ausnahme ergibt sich aus dem räumlich-gegenständlichen Bereich der Ehe.

Was ist der räumlich-gegenständliche Bereich der Ehe? weiterlesen

10 Mythen rund um das Scheidungsrecht

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In Deutschland wird jede dritte Ehe geschieden. Die meisten Ehen werden nach sechs Ehejahren geschieden. Danach gilt, je länger die Ehe, dauert, desto unwahrscheinlicher ist eine Scheidung. Im Scheidungsrecht als Teil des Familienrechts gibt es einige Irrtümer. Ein paar von ihnen wollen wir hier näher auf den Grund gehen und mit verbreiteten Mythen aufräumen. Auf scheidung-siegen.de finden Sie zudem weitere Informationen zum Thema. Zum Beispiel, ob es dem Ehegatten möglich ist, der Scheidung zu widersprechen und was eine unwiderlegbare Zerrüttung der Ehe ist.

 

Mythos 1: Keinen Sex zu wollen ist ein Scheidungsgrund.

Wenn der Ehepartner grundlos keinen Sex will, hat der andere tatsächlich einen Scheidungsgrund. Sobald es aber einen Grund gibt (Krankheit, Einfordern unüblicher Sexualpraktiken oder Ähnliches) hat derjenige das Recht auf seiner Seite.

 

Mythos 2: Im ehelichen Wochenendhaus kann ich mit der Geliebten ein paar schöne Stunden verbringen.

Das würde nicht nur gegen die stillschweigend getroffene Benutzungsregelung verstoßen und eine Besitzstörung darstellen, sondern wäre auch noch eheliche Untreue und damit ein Scheidungsgrund.

 

Mythos 3: Eine Scheidung ist teuer. Wer nicht viel verdient, kann sich die Anwaltskosten nicht leisten.

Die Scheidungskosten berechnen sich nach dem monatlichen Einkommen. Geringverdiener und Arbeitslose können Verfahrenskostenhilfe beantragen. Bei Bewilligung werden alle Kosten von der Staatskasse übernommen.

 

Mythos 4. Kurze Ehen werden schneller geschieden.

Auch bei einer kurzen Ehe, muss das Trennungsjahr eingehalten werden. Erst danach darf der Scheidungsantrag gestellt werden. Ausnahme: Die Ehe dauert weniger als drei Jahre und es wurde kein Antrag auf Versorgungsausgleich gestellt. In so einem Fall kann es unter Umständen zu einem verkürzten Scheidungsverfahren kommen.

 

Mythos 5: Nach der Scheidung bekommt die Mutter das Sorgerecht.

Die Mutter bekommt nur dann das alleinige Sorgerecht, wenn sie auch einen entsprechenden Antrag gestellt hat, der bewilligt wurde. Hatten vor der Scheidung beide das Sorgerecht, ändert sich daran auch nach der Scheidung nichts.

 

Mythos 6: Nach der Scheidung bleiben die Kinder immer bei der Mutter.

Nach der Scheidung entscheiden beide Elternteile darüber, wo die Kinder in Zukunft leben. Bei dieser Entscheidung kann auch eine Beratung des Jugendamtes helfen. Wenn das nicht hilft, kann beim Familiengericht ein Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts gestellt werden. Bei dieser Entscheidung ist das Kindeswohl das Maß der Dinge.

 

Mythos 7: Um Kosten zu sparen, können sich Scheidungswillige auch einen gemeinsamen Anwalt nehmen.

Richtig ist, dass sich einer der Eheleute einen Anwalt nimmt, den er mit der Scheidung beauftragt. Der andere Ehegatte stimmt der Scheidung nur zu und braucht dadurch keinen eigenen Anwalt. Die Kosten können dann geteilt werden. Bei Streitpunkten wie Unterhalt brauchen beide Eheleute einen eigenen Anwalt.

 

Mythos 8: Durch eine Scheidung wird der Unterhalt automatisch geregelt.

Richtig ist, dass mögliche Unterhaltsansprüche erst nach einer Antragstellung geprüft werden müssen. Dies gilt für Kindes-, Trennungs- und nachehelichen Unterhalt.

 

Mythos 9: Das Vermögen wird nach einer Scheidung geteilt.

Grundsätzlich steht jedem das Vermögen zu, das er selbst erwirtschaftet hat. Hat ein Ehepartner deutlich mehr Vermögen, kann der andere Ehepartner jedoch einen Antrag auf Zugewinnausgleich stellen.

 

Mythos 10: Wer einen Ehevertrag schließen will, muss das vor der Ehe tun.

Eheverträge können jederzeit geschlossen werden. Darin können zum Beispiel Unterhaltszahlungen, Versorgungs- und Zugewinnausgleich geregelt werden. Ist eine Scheidung absehbar, kann auch eine sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung getroffen werden, die dem Ehevertrag ähnlich ist. Beides – Scheidungsfolgenvereinbarung und Ehevertrag – müssen notariell beglaubigt sein, um wirksam zu werden

 

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