Das Kündigungsschutzgesetz regelt die Voraussetzungen einer Kündigung - (c) jura-fragen.de
Das Kündigungsschutzgesetz regelt die Voraussetzungen einer Kündigung – (c) jura-fragen.de

Der Schwerpunkt bei den Streitfällen, die an deutschen Gerichten verhandelt werden, liegt eindeutig im Bereich Arbeitsrecht. In den vergangenen Jahren wurden von sowohl Arbeitgebern und Arbeitnehmern zahlreiche Prozesse um Aufhebungsverträge und Kündigungen geführt.

 

Aufhebungsverträge und Kündigungsschutz im Fokus

Vor allem bei den sogenannten betriebsbedingten Kündigungen und wenn Arbeitsverhältnisse durch Aufhebungsverträge beendet wurden, unterschieden sich die Rechtsauffassungen der beteiligten Parteien erheblich voneinander. Nicht jeder Arbeitnehmer kennt die aktuelle Rechtslage oder hat Einblick in die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Deshalb ist die Unterstützung eines Fachanwaltes wichtig, auch unter dem Aspekt der beruflichen Weiterentwicklung. Weitere Informationen zum Thema Arbeitsrecht finden sich unter www.kupka-partner.de. Während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses kommt es zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor allem beim Thema Mutterschutz zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.

 

Wichtig bei einer Kündigung: Fristen einhalten

Erhält ein Arbeitnehmer eine Kündigung, sollte er möglichst umgehend reagieren. Gerade in dieser Situation ist es wichtig, Fristen zu kennen und einzuhalten. Innerhalb von drei Werktagen muss die Arbeitslosmeldung bei der Agentur für Arbeit vorgenommen werden, sonst entstehen dem Arbeitnehmer finanzielle Nachteile, wenn zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeitsverhältnisses weniger als 3 Monate liegen. Bei mehr als 3 Monaten zwischen der Kenntnis von der Beendigung und der tatsächlichen Beendigung, muss die Meldung als arbeitssuchend spätestens innerhalb von 3 Monaten erfolgen.

Liegen Gründe für eine Kündigungsschutzklage vor und ist diese sinnvoll, muss der Rechtsanwalt innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht Klage erheben. Wer sich einen Überblick über seine ihm zustehenden Rechte verschaffen möchte, sucht umgehend einen Rechtsanwalt auf, der über Fachkenntnisse im Arbeitsrecht verfügt. Dieser prüft zunächst, ob die Kündigung überhaupt rechtlich wirksam ist.

Wurde das Kündigungsschreiben von einer Person ohne Vollmacht unterschrieben, kann diese unter Umständen zurückgewiesen werden. Ein weiterer Grund, aus dem deutsche Arbeitnehmer das Gericht aufsuchen, liegt in nicht genehmigten Urlaubsanträgen. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter den beantragten Jahresurlaub gewähren, wenn keine betrieblichen Erfordernisse dagegen sprechen. In der Praxis stellt sich dies häufig ganz anders dar. Zahlreiche Arbeitnehmer klagten ihre Urlaubsansprüche gerichtlich ein, nachdem Arbeitgeber die Urlaubsanträge aufgrund hoher Auftragslage ablehnten.

 

Recht auf Urlaub führt oft zu Klagen vor Gericht

Gerichtlich steht dem Arbeitnehmer das Recht zu, einen abgelehnten Urlaub mithilfe eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung einzuklagen. Der Arbeitgeber kann einem im Arbeitsvertrag verankerten Urlaubsanspruch nur in betrieblichen Notfällen, wenn die Existenz des Unternehmens gefährdet ist, ablehnen. Vorübergehende betriebliche Mehrarbeit kann auch durch die Einstellung von Aushilfskräften geleistet werden. Die Geburt eines Kindes und Fragen zur Elternzeit führen ebenfalls häufig zum Gang vor ein Gericht. Zukünftige Mütter und Väter kennen nicht immer ihre Rechte im Zusammenhang mit einer Rückkehr an ihren Arbeitsplatz.

 

Das Recht junger Eltern: die Elternzeit

Dabei besitzt jedes Elternteil einen Anspruch auf eine bis zu dreijährige Elternzeit. Während der Elternzeit unterliegen die Arbeitnehmer dem gesetzlichen Kündigungsschutz. Sie haben darüber hinaus ebenfalls einen Anspruch auf die Rückkehr an ihren bisherigen Arbeitsplatz. In diesem Zusammenhang entstehen oft Probleme, wenn die Arbeitnehmerseite die Elternzeitvertretung mangelhaft organisiert hat.

Beschäftigt das Unternehmen mehr als 15 Arbeitnehmer, kann ein Antrag auf eine vorübergehende Arbeitszeitreduzierung bis auf 30 oder 15 Stunden gestellt werden. Nach Beendigung der Elternteilzeit haben Arbeitnehmer Anspruch auf den Umfang der Arbeitszeit, den sie vor Beginn der Elternzeit im Unternehmen geleistet haben.

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